Bist du schon fleissig beim Ausfüllen deiner Steuererklärung? Hier kommen 6 + 1 Tipps für ein effizientes Gelingen

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Jedes Jahr von Neuem ist es unsere gutbürgerliche Pflicht, die Steuererklärung auszufüllen und abzugeben. Vollständig, und innerhalb der vorgegebenen Frist. Oder? Hier eine Sammlung an eigenen und gefundenen Tipps by TAXina.

Gib dir Mühe, sonst…?

Ja, es ist eine «lästige Pflicht» – könnte man doch statt einer knappen Stunde am PC… gamen… essen… Netflix gucken… ein Buch lesen… chillen… usw. usf.

ABER:

Hallo, ich bin TAXina®, ich bin die Assistentin der GL.
Hallo, ich bin TAXina®, ich bin eine kleine Steuer-Professorin.

Mach dir bewusst, dass du gerade bei übersichtlichen Verhältnissen (also ohne grosses Immobilien-Portfolio und weitschweifige Wertschriftenanlagen….) eine Stunde deines Lebens investierst, für die du zwar nicht mit einem Lohn entschädigt wirst, aber trotzdem was erhältst:

Füllst du deine Steuererklärung nämlich fristgerecht und «ziemlich» korrekt aus, wirst du weder vom Steueramt pflichtgemäss und wahrscheinlich zu hoch eingeschätzt noch erhältst du dafür eine Busse, weil du du halt nicht mitgearbeitet hast. Ist doch auch was wert, nicht?

Hier habe ich für dich bereits ausgeführt, ob sich ein Steuerberater für dich und deine Steuererklärung lohnen könnte.

Tipps & Tricks für die Steuererklärung

Natürlich muss niemand das Rad neu erfinden, nicht mal ich. Deshalb habe ich dir hier eine kleine Sammlung an Websites zusammengestellt, die sich bereits mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Und mal ehrlich: Ist ja eigentlich immer in etwa dasselbe, nicht? Deshalb gibts hier von mir eher organisatorische Tipps und die konkreten Tipps für die Steuererklärung verlinke ich dir gerne.

1. Frist beachten!

Je nach Kanton ist die Steuererklärung bereits Ende März fällig. Egal, ob dein Lohnausweis ewig lange auf sich warten lässt oder du auf Weltreise bist: Reicht dir die Zeit nicht, musst du dich frühzeitig um eine Fristverlängerung bemühen. Dies ist in der Regel easy und für mehrere Monate möglich.

Vor diesen Fehlern warnt selbst das (Zürcher) Steueramt.

2. Unterlagen sammeln/zusammenstellen

Idealerweise sammelst du die relevanten Unterlagen zum Ausfüllen der Steuererklärung (Original Steuererklärung, Lohnausweis, Bankunterlagen, Versicherungspolice usw.) bereits laufend an einem Ort. Dafür eignet sich zum Beispiel eine kleine Schublade, ein Fach in einer Schubladenbox oder eine Briefablage.

Praktischerweise sind deine Steuerunterlagen bereits elektronisch verfügbar, damit du sie als Beilage zur Steuererklärung gleich elektronisch anhängen und einreichen kannst.

Für Unternehmer gilt natürlich: Jahresabschluss der Unternehmung abwarten, damit die Konti abgeglichen werden können.

3. Plane dir ein Zeitfenster für die Steuererklärung ein

Wichtig ist, dass du während dieser Zeit für niemanden erreichbar sein musst oder im Stress bist. Unter Stress passiert gerne der eine oder andere Fehler. Das brauchen wir bei der Steuererklärung nicht!

4. Schau dir die (meist beiliegende) Wegleitung für die Steuererklärung an

Jeder Kanton bzw. jeder Steuerkommissär freut sich, wenn die Steuererklärung korrekt, sauber und nachvollziehbar ausgefüllt ist. Dafür wird der Steuererklärung jeweils auch eine Wegleitung und/oder ein Merkblatt beigelegt, worauf die wichtigsten und häufigsten Punkte (Einkommen, Abzüge, Vermögen) aufgeführt sind.

Bist du dir unsicher, konsultiere dieses Schreiben unbedingt!

  • Für den Kanton Thurgau: hier online abrufbar
  • Für den Kanton St. Gallen: hier online abrufbar
  • Für den Kanton Zürich: hier online abrufbar

5. Konsultiere Google für Tipps für die Steuererklärung (unter Vorbehalt)

Geh auf www.google.ch und gibt dort «steuererklärung tipps» ein. Hier findest du zahlreiche Tipps, z.B. von der ZKB oder der PostFinance. Bitte schau auf die Seriosität des Anbieters, nicht jeder Hinz und Kunz bietet fundiertes Wissen!

Hier z.B. eine kurze Übersicht des VermögensZentrums.

6. Geh zum Schluss nochmals alles durch

Die Steuererklärung ist endlich ausgefüllt und du hast dir das Abschicken redlich verdient? Bravo! Aber mache bitte nicht vor der Ziellinie schlapp…

Am besten druckst du dir deine Steuererklärung physisch oder elektronisch aus und gehst nochmals alles kurz durch:

  1. Hast du alle Einkommen angegeben? Auch von einer allfälligen Nebentätigkeit, z.B. die Jahresrechnung deiner Gemeinde prüfen?
  2. Hast du alle Kosten, die du für die Erzielung deiner Einkommen gehabt hast, berücksichtigt?
  3. Ist dein Wertschriftenverzeichnis vollständig – und hast du die zurückzuverlangende Verrechnungssteuer angegeben?
  4. Hast du allfällige Immobilien, die dir gehören, komplett inkl. Erträge und Aufwände aufgeführt?
  5. Hast du alle Belege, die gefordert sind, elektronisch angehängt oder physisch ins Kuvert fürs Steueramt gesteckt?
  6. Hast du allenfalls noch Belege für Spenden gefunden, die du angeben möchtest?
  7. Nutze bei Bedarf den Vorjahresvergleich.

Soweit du alles mit Ja beantworten kannst, ist es gut möglich, dass deine Steuererklärung vollständig ist. Falls nötig, kannst du noch eine Nacht darüber schlafen und die Steuererklärung am nächsten Tag einreichen. Manchmal kommt einem halt doch noch was in den Sinn…

Extra-Tipp by TAXina

Und weil ich eben TAXina bin, muss ich doch noch meinen Senf dazugeben:

Was ich ganz cool finde, ist, dass man von vielen Banken im e-banking bereits ein elektronisches File für die Steuererklärung herunterladen kann. Dieser E-Steuerauszug ist eine PDF-Datei, welche du als allererstes als Beilage im Wertschriftenverzeichnis einfügen kannst. Danach sollten sämtliche Daten automatisch importiert werden. So cool! Unbedingt testen! So erspart man sich langwieriges Erfassen der diversen Konti und das Verzeichnis ist ruckzuck erledigt.

Nice to know

Zum aktuellen Thema der Individualbesteuerung empfehle ich euch diesen Artikel der NZZ. Sehr unterhaltsam.

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